Das Leben ist für manche unserer Fellnasen sehr hart gewesen bis zu dem Zeitpunkt, wo sie zu uns gekommen sind. Fast immer kommen wir rechtzeitig und können helfen. Manche der Tiere benötigen intensivste medizinische Hilfe und vor allem ganz viel Liebe und Zuneigung – und die bekommen sie auch, denn die wirklich kranken Findelfellnasen kommen dann in den privaten Wohnbereich von Marketa, um aufgepäppelt zu werden.

Doch nicht jeder Kampf kann gewonnen werden. Wenn die Vorerkrankungen zu schlimm sind, kann es sein, dass ein Schützling es auch einmal nicht schafft. Vor allem eine über längere Zeit unbehandelte Erkrankung kann das Tier bereits so geschwächt haben oder die Organe so angegriffen haben, dass wir diesen Tieren leider nur noch eine letzte so angenehme und schmerzfreie Zeit wie möglich auf Erden bereiten können, bevor sie leider von alleine über die Regenbogenbrücke von uns gehen oder auch erlöst werden müssen….und jedes mal bricht uns allen ein wenig das Herz, weil wir nicht früher helfen konnten.

Jedoch wird hier niemand vergessen – genau dafür gibt es diese Seite.



🌈R.I.P.🌈



Name: Gino

(vom Tierarzt als „Notfällchen“ übernommen am 09.09.2021, über die Regenbogenbrücke ging er am 17.09.2021)

Ich war Gino – ein ganz kleiner Tropf, der von Marketa in Obhut genommen wurde.

Marketa wurde vom örtlichen Tierarzt angesprochen, ob sie mich nicht übernehmen könnte, denn ich war bereits seit einiger Zeit beim Tierarzt und saß immer nur im Käfig. Aufgefunden wurde ich völlig verdreckt und verwahrlost auf der Straße. Ich kleines Ding wog ca. 3,5 Kilo, war etwa 25 cm hoch und hatte eine recht heftige Hautproblematik, aber schlimmer noch: beim atmen machte ich sehr eigenartige Geräusche.

Marketa holte mich beim Tierarzt ab und brachte mich zu sich nach Hause, dort durfte ich mit ihrer Familie ganz toll wohnen. Hier fühlte ich Zwerg mich auch viel wohler als in einem Käfig und mein Herz tanzte jeden Tag, dass ich mich so gemütlich in die Kissen kuscheln durfte.

Aber irgend etwas stimmt nicht mit mir und Markta fuhr nach einigen Tagen mit mir zu einem anderen Tierarzt, da sie der Diagnose meines bisherigen Arztes nicht so ganz vertraute. Und sie behielt leider recht. Der zweite Tierarzt stellte fest, dass ich einen Unfall gehabt haben muss (ob durch Tritte oder mit einem Fahrrad oder Auto – das konnte man nicht genau sagen) – aber mein Brustkorb war nicht in Ordnung und drückte stark auf meine Lungen, deshalb bekam ich auch so schlecht Luft.

Der Tierarzt konnte mir lediglich die Schmerzen nehmen – ich schlief friedlich am 17.09.2021 von alleine ein mit der dankbaren Erinnerung an meine letzten tollen Tage bei Marketa auf der Kuschelcouch und mit so viel Liebe. Ich wurde ca. 4 Jahre alt.



Name: Willi

(aufgefunden Mitte Mai 2021, über die Regenbogenbrücke ging er am 14. Juni 2021)

Ich war der in Nachbars Garten zurückgelassene Setterrüde Willi (18 Kilo bei 45 cm Schulterhöhe).

Gefunden wurde ich von einer Gartenbesitzerin in ihrem Garten und die holte Marketa zur Hilfe, denn mit mir konnte sie wenig anfangen. Ich war voller Zecken und hatte noch keinen Microchip. Zwar ließ ich mich streicheln, jedoch war ich etwas scheu.

Marketa kümmerte sich liebevoll um mich, stellte mich dem Tierarzt vor und ließ einige Untersuchungen machen. Leider litt ich von Beginn an an Parvovirose und die Menschen verloren den Kampf um mich. Ich wurde ca. 2 Jahre alt.



Name: Leah

(aufgefunden Mitte April 2021, Ihren Kampf verlor sie am 21. Mai 2021)

… ich war die kleine zierliche Leah und als man mich fand, hatte ich leider einen völlig geschundenen Körper.

Ich war eine noch recht junge Cocker Spaniel-Dame mit einem Fundgewicht von gerade mal 8,4 Kilogramm. Man hat mich in einem so derart schlimmen Zustand gefunden, in dem man zum Glück nur sehr wenige meiner Artgenossen aufgreift.

Mein ganzer Körper war beim Auffinden übersäht von offenen, blutigen, entzündlichen und schmerzhaften größeren Stellen.

Woher genau diese Wunden kamen, konnte bis zum Schluss nicht gänzlich geklärt werden. Fest stand: ich hatte, entgegen der ersten Annahme, keinen Krebs. Die veränderten Hautstellen waren wohl eine Art allergische Reaktion einer Kombination aus langer Zeit unbehandelte Leishmaniose, schmutziger Umgebung und Flöhen.

Ich litt furchtbar unter meinen Schmerzen und war einfach nur dankbar, endlich in medizinischer Behandlung zu sein, denn die schlimmen Schmerzen konnte man mir somit nehmen.

Ich bin ganz ruhig in kuscheliger Umgebung eingeschlafen, da ich einfach keine Kraft mehr hatte …

Ich danke allen Unterstützern an dieser Stelle sehr, die es mir ermöglicht haben, so würdevoll über die Regenbogenbrücke gehen zu dürfen.



…weitere Schützlinge, die unsere Welt bereits nach kurzer Zeit verlassen mussten und für die wir einfach zu spät da waren: